Loki ist Zuhause! / Das Refit kann losgehen!

Fangen wir von vorne an. Letzte Woche Donnerstag ging es nun endlich los! Morgens traf ich auf den Spediteur. Mit einigen Helfern, wurde unser Bock auf den Tieflader geladen, und dann ging es aus Flensburg mit entschleunigenden 25 km/h Richtung Kropp. Fast 40 km Strecke, die einen bei diesem Schleichen ewig vorkommen. Unser Bulli darf Gott sei dank etwas schneller unterwegs sein und so fuhr ich dem Lkw voraus und hatte Zeit, dass Boot vorzubereiten, sodass es am Abend verladen werden kann. Ein mobiler Kran stand in den Startlöchern, konnte allerdings erst ab 17 Uhr.

 Nachdem der Lkw Kropp erreichte, wurde er neben unserer Loki geparkt und ich brachte den Fahrer wieder zurück nach Flensburg. Weiter ging es zu uns nach Hause, Luisa stieg in unseren Bus und es ging wieder Richtung Kropp. Wir hatten nun noch etwa 2 Stunden Zeit, bevor der Kran kam.

Loki stand leider wieder komplett voll Wasser. Wir liehen uns wieder die Tauchpumpe und schöpften das restliche Wasser per Hand aus dem Boot. Beim Kranvorgang sollte sich möglichst keine Masse im Boot bewegen. Die Anspannung stieg mit jeder Minute. Der Kran, so stellte es sich dann heraus, war ein Lkw mit angebauten Kran hinten dran. Eine Traverse hatten wir nicht. Wir legten unsere selbstmitgebrachten Gurte an. Unter großem Knarzen hob Loki sich komplett waagerecht aus dem alten Lagerbock.  Es passte einfach alles auf den letzten Zentimeter. Der Tag war echt windig, und unsere Bianca 27 schwerer als gedacht. Wir hatten so ein riesen Glück, denn genau als das Boot in der Luft hing, verschwand der Wind und der Kran konnte an sein maximalstes Limit rausgefahren werden; Loki hätte keinen Gramm schwerer sein dürfen. Nach kurzer Zeit stand sie da nun, endlich auf unserem Bock, verladen und bereit am nächsten Tag nach Flensburg zu fahren! Auf der Rückfahrt jubelten wir! Der unterbewusste  Druck, dass irgendwas schief laufen wird, fiel deutlich von uns ab. Die Nacht konnten wir endlich wieder tief und fest schlafen.

Am nächsten morgen ging es dann finally los! Nachdem Loki mit zig Spanngurten gesichert war, rollte das Gespann los. Mit dem Bulli fuhr ich hinterher. Es ging auf einmal alles so schnell. Selbst die 25 km/h kamen mir wie Fliegen vor. 2 Stunden später waren wir dann endlich in Flensburg! Das Abladen wurde auch wieder spannend und stellte uns vor einige Herausforderungen. Aber nach einigem Hin und Her, einem gebrochenen Wagenheber und mit den richtigen Helfern, stand Loki nun da. Und wie sie da stand, wie eine kleine stolze Kaiserin! 

Gute Stimmung machte sich breit und natürlich mussten wir am darauf folgendem Samstag dann auch früh loslegen! Wir hatten einen Hochdruckreiniger bei meinem Arbeitgeber geliehen und waren voller Tatendrang. Endlich ging es richtig los! Am Vortag hatte Luisa schon mehrere Säcke Müll aus dem Boot geholt. Aber es wurde und wurde nicht weniger. Nach einem halben Tag mit dem Hochdruckreiniger sah Loki schonmal deutlich ansehnlicher aus! Immer mehr Müll und kaputtes Interieur flog von Bord, im wahrsten Sinne des Wortes. Viel konnten wir nicht retten. 

Immer mehr Freunde tauchten auf und halfen mit, so sah das Boot nach einem Tag schonmal ganz anders aus! 

Bis auf die Schotten haben wir nun eigentlich fast alles entfernt. Damit war ja aber auch zu rechnen nach 4 Jahren Wasser im Salon. Die Grundsubstanz überzeugte uns jedoch immer mehr! Loki ist noch echt gut in Schuss! Nichts knarzt oder gibt an den wichtigsten Stellen nach und auch der Motor scheint noch echt gut zu sein, nach professioneller Einschätzung. Also weniger zu tun als gedacht. Die Bootsbauer damals haben einen klasse Job gemacht! 

Das Refit geht los – Die Freude ist Groß!!! 

Bis zum nächsten mal! Dann gibt es detaillierte Pläne zu unserem neu gedachten Innenausbau!

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