Erste Gedanken zur Pantry

Seien wir mal ehrlich, es fällt einem doch sehr schwer zu entscheiden, was man eigentlich in der Küche auf einer Segelyacht braucht. Gerade für mich, die noch nie länger als ein paar Stunden auf einem Boot verbracht hat. Und das komplizierte daran ist auch, dass man die Pantry nicht nur für einen Urlaub ausrüstet, sondern fürs alltägliche Leben. So muss die Küche doch sehr praktisch und unkompliziert eingerichtet sein, ohne dass man viel räumen muss. Also stand der Entschluss schon früh fest, dass wir unsere Pantry etwas größer bauen wollen, als die Standart-Bianca-Pantry. Ebenso will man nicht unbedingt auf bestimmte Gerichte verzichten. Außerdem backe ich für mein Leben gerne Kuchen und aufwändige Torten. Also ist ein ein großer Gasherd mit integriertem Backofen (auch nicht serienmäßig) auch geplant. Dennoch bleibt die Küche etwas kleiner als aus Wohnungen gewohnt.

So ist also eine Art „Minimalismus“ angesagt, auch wenn ich das Wort nicht gerne höre. Dieser Begriff ist für mich zu sehr zu einem Trend geworden. Ebenso wollen wir uns auch nicht auf Teufel komm raus verkleinern, denn wenn noch ausreichend Platz ist, kann auch etwas „Luxus“, wie ein Wafeleisen oder ein Wasserkocher, mit aufs Boot. Aber auf den Satz: „Wir müssen uns minimalisieren“, kann ich mich einlassen.

Ebenso ist das Thema: „Was soll in unsere Küche“ auch nicht ganz unwichtig in unserer frühen Planungsphase des Innenausbaus und unserer Materialliste. Denn unsere Pantry soll auch nicht größer als benötigt werden. Unsere Schränke sollen ebenso an unser Geschirr angepasst werden, sodass auf See nichts klappert oder rutschen kann. Also auch wenn es recht früh erscheint, diese Gedanken sollte man sich doch recht zügig machen. Aber wenn ich ehrlich bin, grade habe ich auch Spaß dran. 🙂

Also, als aller erstes ist natürlich zu beachten, dass alles was Scherben verursacht nicht auf ein Boot gehört. Somit muss unser Geschirr neu. Und dann kommt natürlich mein weiblicher Blick fürs Optische durch. Ich möchte ungern, dass meine Teller, Tassen und Gläser nach Plastik aussehen. Und dann stelle ich mir auch die Frage, wie viele Teller brauchen wir? Zwar leben wir nur zu zweit auf dem Boot, aber dennoch kommt gerne Besuch vorbei. Reichen vier Teller? Oder lieber sechs?

Brauchen wir alle unsere Küchengeräte oder haben wir überhaupt den Platz dazu? Natürlich sind Handrührgerät, Wasserkocher, und Pürierstab eine Art Luxus, aber doch ab und an von großem Nutzen, auf den ich eigentlich nicht verzichten möchte.

Viele Vorräte, die man ansammelt, dürfen nicht nass werden. So etwa wie Mehl, Salz und Gewürze, aber auch Kakao, Kaffee, Müsli oder auch Nudeln (?) sollten wahrscheinlich in extra Aufbewahrungsbehälter verstaut werden, damit die Feuchtigkeit minimiert und damit die Haltbarkeit gewährleistet wird.

Also habe ich schonmal eine erste Liste erstellt:

Noch bin ich mir etwas unsicher, aber Gott sie dank habe ich noch etwas Zeit bis zu unserer endgültigen Auflistung.

2 Gedanken zu „Erste Gedanken zur Pantry

  1. Auf einen Wasserkocher kann man nicht verzichten, da es viel zu viel Gas kostet, wenn man jedes Mal zum Wasserkochen den Gashahn aufdrehen muss. Solange man im Hafen liegt und einen 5ten Festmacher ausgelegt hat, ist das die effektivste Art Wasser zu kochen.
    Trinkgläser können ruhig aus Glas sein, die Getränke schmecken einfach besser. Gegen das Klappern hilf ein “Lochbrett”.
    Bei der Pantry-Planung würde ich Kühlfach und Spüle tauschen, ansonsten müsst ihr mit dreckigem Kochgeschirr quer durch Schiff ;-). Rechts neben dem Herd würde ich ein Klappbrett als zusätzliche Ablagefläche anordnen.
    Sollen nur kleine Denkanstöße sein 😉

  2. Wir besitzen seit 2010 eine Bianca 27 und sind seitdem als “Fahrtensegler” jedes Jahr unterwegs. Seit 2016 (Rentneneintritt) sind wir jedes Jahr das ganze Sommerhalbjahr ( April bis Oktober ) in Skandinavien unterwegs. Auch wir kochen gerne und essen gut, dazu braucht man garnicht viel. Origo Spirituskocher, Omnia-Backofen und Cobb-Grill reichen vollständig aus. Auf Weingläser aus Glas möchten wir nicht verzichten. Seit 2010 sind uns gerade mal 2 Gläser zu Bruch gegangen, nicht auf See, sondern im Hafen. Bezüglich Aufbewahrungsdosen kann ich nur Tupperware empfehlen.
    Viel Spass und Erfolg bei eurem Refit.
    Euer Vorhaben finde ich toll, nutzt die Chance.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.